- USB-Buchse abgebrochen
- Platte nach falschem Netzteil tot
- Laufwerk ausgebaut, PC erkennt nur Unsinn
Was passiert technisch?
Bei vielen externen 2,5-Zoll-Festplatten gibt es keinen separaten USB-Adapter mehr: Der USB-Anschluss sitzt direkt auf der Laufwerksplatine. Bei einigen Produktlinien – am bekanntesten die WD My Passport – verschlüsselt ein Chip auf dieser Platine außerdem alle Daten, bevor sie auf die Scheibe geschrieben werden. Das passiert immer, auch wenn nie ein Passwort vergeben wurde. Der Schlüssel ist an die Platine bzw. an Daten auf dem Laufwerk gebunden, die nur mit der passenden Elektronik lesbar sind.
Dazu kommt: Jede Platine enthält laufwerksindividuelle Kalibrierdaten. Eine „gleiche“ Platine mit identischer Nummer startet das Laufwerk ohne diese Daten nicht korrekt.
Woran man es erkennt
- Nach Austausch der Platine durch eine gebrauchte gleiche Nummer: Das Laufwerk läuft an, aber Daten sind unlesbar oder es wird gar nicht erkannt.
- Nach dem Ausbau aus dem Gehäuse: kein SATA-Anschluss vorhanden.
- Nach Kurzschluss (falsches Netzteil, USB-Hub): keine Reaktion, manchmal Brandgeruch.
Warum Standard-Lösungen hier nicht helfen
Eine Ersatzplatine aus dem Internet ersetzt weder den Schlüssel noch die Kalibrierdaten. Wer sie aufsteckt und das Laufwerk mehrfach startet, riskiert zusätzlich Schäden an den Köpfen. Auch ein externer SATA-Adapter hilft nicht, weil es keinen SATA-Anschluss gibt.
Unser Vorgehen
Wir reparieren die Originalplatine – Buchse, Schutzbauteile, Spannungsversorgung –, damit Schlüssel und Kalibrierdaten erhalten bleiben. Wo das nicht möglich ist, übertragen wir die notwendigen Daten auf eine kompatible Platine und entschlüsseln die Daten im Labor. Deshalb bitten wir: Platine nie wegwerfen, auch wenn sie verbrannt aussieht.