Verschlüsselte Laufwerke und verlorene Passwörter
Verschlüsselung macht eine Datenrettung nicht unmöglich, aber aufwendiger: Zuerst muss das defekte Laufwerk vollständig gelesen werden, dann wird das Abbild mit Ihrem Schlüssel entschlüsselt. Fehlt auch nur ein kleiner Teil des verschlüsselten Bereichs, können ganze Dateien unlesbar sein.
Wir knacken keine fremden Verschlüsselungen. Für Ihre eigenen Laufwerke brauchen wir das Kennwort oder den Wiederherstellungsschlüssel.
Arten der Verschlüsselung
| Art | Beispiele | Was wir brauchen |
|---|---|---|
| Software-Verschlüsselung | BitLocker, FileVault 2, VeraCrypt, LUKS | Kennwort oder Wiederherstellungsschlüssel (BitLocker: 48 Ziffern) |
| Hardware in der USB-Platine | WD My Passport, viele Seagate- und Toshiba-Modelle | die Originalplatine – nicht wegwerfen, nicht tauschen |
| Selbstverschlüsselnde Laufwerke | SED, TCG Opal, viele aktuelle SSDs | Kennwort; Controller muss funktionieren oder rekonstruiert werden |
| Container und Archive | ZIP, RAR, 7z, Office, PDF, TrueCrypt-Container | Hinweise auf das Passwort (Länge, Bestandteile) |
Häufige Fragen
Wo finde ich meinen BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel?
Oft im Microsoft-Konto unter Geräte, bei Firmen im Active Directory oder Intune, oder ausgedruckt bei den Rechnerunterlagen.
Meine WD My Passport hatte nie ein Passwort. Ist sie trotzdem verschlüsselt?
Ja. Die Platine verschlüsselt immer. Ohne Originalplatine sind die Daten nicht lesbar. Mehr dazu im Fehlerbild USB-Platine und Verschlüsselung.
Können Sie ein vergessenes Passwort herausfinden?
Bei Archiven und Containern versuchen wir es mit Ihren Hinweisen. Bei starken Passwörtern ohne Hinweise ist das meist aussichtslos – das sagen wir vorher.
Verschlüsseltes Laufwerk defekt?
Legen Sie Kennwort oder Wiederherstellungsschlüssel bereit. Diagnose 90 € netto.