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Kopfdefekt bei Festplatten – Klacken, Piepen, keine Erkennung
Roland Block, Laborleiter ·
- Klacken oder Klicken
- Piepen oder Summen
- läuft an und stoppt
- wird nicht oder nur manchmal erkannt
Was passiert technisch?
Die Schreib-/Leseköpfe schweben im Betrieb wenige Nanometer über der Scheibe. Ein Stoß, ein Sturz oder Verschleiß kann einen Kopf beschädigen oder auf der Scheibe aufsetzen lassen. Beim Start versucht das Laufwerk, mit den Köpfen seine Servicedaten zu lesen. Gelingt das nicht, fährt es die Köpfe wieder zurück und versucht es erneut – das ist das typische Klacken.
Liegt ein Kopf nach dem Abschalten nicht in seiner Parkposition, sondern auf der Scheibe, kann der Motor nicht anlaufen: Das Laufwerk summt oder piept.
Woran man es erkennt
- Regelmäßiges Klacken, Klicken oder Kratzen.
- Summen oder Piepen, die Scheiben drehen nicht hoch.
- Das Laufwerk erscheint kurz und verschwindet wieder.
Warum jeder weitere Versuch schadet
Ein defekter Kopf kann Material von der Oberfläche abtragen. Die Partikel verteilen sich im Laufwerk und beschädigen auch die gesunden Köpfe und Scheiben. Was bei der ersten Störung noch vollständig rettbar ist, kann nach einigen weiteren Startversuchen dauerhaft verloren sein. Software kann hier nichts tun – das Problem ist mechanisch.
Unser Vorgehen
Im Reinraum wird der Kopfstapel gegen einen passenden Spendersatz getauscht. „Passend“ heißt nicht nur gleiche Modellnummer: Familie, Unterfamilie, Kopfzahl, Vorverstärker und oft auch Firmware-Stand müssen übereinstimmen. Deshalb halten wir Spender im eigenen Lager vor und wählen sie nach diesen Merkmalen aus.
Nach dem Tausch wird das Laufwerk mit angepassten Parametern vorsichtig vollständig kopiert – schwache Bereiche zuletzt. Ist die Oberfläche bereits beschädigt, sinkt die Erfolgsquote; deshalb zählt bei diesem Fehler vor allem eines: sofort ausschalten.