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HDDLab Datenrettung · Danziger Str. 78a, 10405 BerlinMo–Fr 10–18 Uhr · 030-44041476 · info@hddlab.de

Wissen

Wo werden Ihre Daten gerettet? Woran Sie ein echtes Labor von einem Vermittler unterscheiden

Wer einen defekten Datenträger abgibt, gibt seine Daten aus der Hand – Fotos, Kundendaten, Buchhaltung. Ob sie in einem Labor in Deutschland bleiben oder an Dritte im Ausland weitergereicht werden, sieht man vielen Websites nicht an.

, Laborleiter ·

Reinraumwerkbank im Labor von HDDLab in Berlin

Datenrettung ist ein Vertrauensgeschäft. Kaum ein Kunde kann prüfen, was im Labor mit seiner Festplatte passiert. Umso wichtiger ist eine Frage, die fast niemand stellt: Wo genau wird mein Datenträger bearbeitet – und von wem?

Wie das Vermittlermodell funktioniert

Der Markt für Datenrettung in Deutschland ist unübersichtlich. Neben echten Laboren gibt es viele Anbieter, die selbst kein Labor betreiben:

  • Nur eine Adresse in Deutschland. Die Firma ist hier eingetragen, oft mit Büro, Coworking-Adresse oder Postfach. Geschäftsführung und Technik sitzen woanders.
  • Annahmestellen statt Labor. Websites für Dutzende Städte versprechen „Datenrettung vor Ort“. Tatsächlich werden die Datenträger dort nur angenommen und weitergeschickt.
  • Weitergabe an Partnerlabore. Die eigentliche Arbeit macht ein anderes Unternehmen – nicht selten im Ausland, teils außerhalb der EU, etwa in Serbien oder anderen Drittstaaten.

Für den Kunden sieht das alles gleich aus: eine professionelle Website, eine deutsche Telefonnummer, ein Festpreis. Dass seine Daten eine Reise durch mehrere Hände und Länder machen, erfährt er meistens nicht.

Warum das ein Problem ist

Datenschutz. Wer personenbezogene Daten verarbeiten lässt, braucht einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Gibt der Auftragnehmer die Arbeit an ein weiteres Unternehmen weiter, muss der Auftraggeber dem vorher zustimmen. Geht der Datenträger in ein Land außerhalb der EU, gelten zusätzlich die strengen Regeln für Übermittlungen in Drittländer (Art. 44 ff. DSGVO). Für Unternehmen, Arztpraxen, Kanzleien und Behörden ist eine ungeprüfte Weitergabe ins Ausland ein echtes Haftungsrisiko.

Transport. Jeder zusätzliche Versand ist ein Risiko: Verlust, Stoßschaden, bei Drittstaaten auch Zoll. Ein beschädigtes Laufwerk verträgt jede Erschütterung schlechter als ein gesundes.

Zeit und Preis. Hin- und Rückweg kosten Tage. Und der Vermittler verdient mit – bezahlt wird die Arbeit eines Labors, das der Kunde nie zu Gesicht bekommt.

Kein Ansprechpartner. Wer anruft, spricht mit dem Vertrieb, nicht mit dem Ingenieur, der am Laufwerk arbeitet. Rückfragen dauern, Antworten bleiben vage.

Woran Sie ein echtes Labor erkennen

  • Die Adresse. Schauen Sie sich die Adresse an, notfalls auf einer Karte mit Straßenansicht. Ist dort ein Labor – oder ein Bürohaus, ein Coworking-Space, ein Postfach?
  • Der Besuch. Fragen Sie, ob Sie den Datenträger persönlich abgeben können. Ein echtes Labor nimmt Ihren Datenträger dort an, wo es arbeitet.
  • Das Impressum. Gibt es eine Handelsregisternummer? Wo sitzt die Geschäftsführung? Passt das zu den Versprechen auf der Website?
  • Die Frage nach Dritten. Fragen Sie direkt: „Wird mein Datenträger in Ihrem eigenen Labor bearbeitet, und in welchem Land?“ Lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben – im Vertrag zur Auftragsverarbeitung müssen Unterauftragnehmer ohnehin genannt werden.
  • Die Stadtseiten. Dieselbe Website mit „Labor in Hamburg, München, Köln, Leipzig …“ ist ein Hinweis auf Annahmestellen, nicht auf Labore.
  • Die Bewertungen. Achten Sie nicht nur auf die Sterne. Auffällig viele gleich klingende Lobeshymnen und kaum Kritik können ein Warnsignal sein. Kritische Bewertungen lassen sich anwaltlich entfernen, und manche Anbieter tun das konsequent. Lesen Sie, was über Ablauf, Kommunikation und Preis geschrieben wird – und ob jemand den Ort des Labors erwähnt.

So arbeiten wir

HDDLab ist seit 2007 ein Labor in Berlin, kein Vermittler. Alles passiert an einem Ort: Danziger Str. 78a, 10405 Berlin.

  • Ihr Datenträger wird ausschließlich in unserem eigenen Labor bearbeitet – mit eigenem Reinraum, eigener Technik und einem eigenen Spenderlager mit rund 20.000 Festplatten.
  • Wir geben keine Datenträger und keine Daten an Dritte weiter, weder im Inland noch im Ausland.
  • Sie können Ihren Datenträger nach kurzer Absprache persönlich bei uns abgeben und mit dem Ingenieur sprechen, der daran arbeitet.
  • Für Unternehmen schließen wir einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung – ohne Unterauftragnehmer.
  • Betreiber ist die Römisches Handels Kontor GmbH (HRB 65866 B, Amtsgericht Charlottenburg). Alle Angaben stehen im Impressum und auf unserer Seite HDDLab auf einen Blick.

Quellen und weiterführende Links

Ihr Datenträger bleibt in Berlin

Beschreiben Sie den Fall. Wir sagen Ihnen, was möglich ist – und Sie wissen, wer daran arbeitet.

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