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HDDLab bietet einen professionellen KI-Integration Service für Festplatten und andere Datentäger in Berliner Reinraum Labor der Klasse 100.
KI-Integration in der Datenrettung
:Intelligente Lösungen für fragmentierte und verlorene Daten
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KI Intelligente Triage · KI-gestützte Intelligente Triage und Workflow-Automatisierung in der Datenrettung.
Datenlöschung · HDDLab bietet eine kostenlose und sichere Datenlöschung. Mehr Information können Sie hier unter dem Link.
Festplattenvernichtung · Als professionelles Datenrettungsunternehmen wissen wir worauf es ankommt, um Daten sicher und unwiederbringlich zu vernichten.
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KI-Integration in der Datenrettung.
KI-Integration in der Datenrettung: Intelligente Lösungen für fragmentierte und verlorene Daten
Bei HDDLAB arbeiten wir an innovativen KI-gestützten Verfahren, die die logische Datenrettung revolutionieren werden. Besonders bei Fällen, in denen keine Dateisystem-Strukturen mehr vorhanden sind oder gelöschte Daten wiederhergestellt werden müssen, stoßen klassische Methoden an ihre Grenzen. Unsere KI-Integration ermöglicht es, auch stark fragmentierte Dateien präzise zu rekonstruieren.
Was ist Fragmentierung und warum ist sie kritisch?
Fragmentierung tritt auf, wenn Dateien nicht zusammenhängend auf einem Speichermedium abgelegt werden, sondern in mehrere nicht-aufeinanderfolgende Blöcke aufgeteilt sind. Bei einem intakten Dateisystem verwaltet die File Allocation Table (FAT) oder Master File Table (MFT) die Zuordnung dieser Fragmente und speichert, welche Blöcke zu welcher Datei gehören und in welcher Reihenfolge sie gelesen werden müssen.
Wenn jedoch diese Strukturen beschädigt, überschrieben oder gelöscht sind, existieren die Datenfragmente zwar noch physisch auf der Festplatte, aber es gibt keine Informationen mehr darüber, welche Fragmente zusammengehören. Für die Datenrettung bedeutet dies: Tausende oder Millionen Datenblöcke liegen verstreut vor, ohne erkennbare Ordnung. Die korrekte Zusammensetzung dieser Puzzle-Teile ist entscheidend für eine erfolgreiche Wiederherstellung.
Warum klassische Datenrettungssoftware scheitert
Traditionelle Datenrettungstools verwenden statische "File Carving"-Methoden, die sich auf Header- und Footer-Signaturen von Dateitypen stützen. Eine JPEG-Datei beginnt beispielsweise mit der Byte-Sequenz FF D8 FF und endet mit FF D9. Diese Werkzeuge scannen das Speichermedium nach solchen Signaturen und extrahieren die dazwischenliegenden Daten.
Diese Methode funktioniert hervorragend bei zusammenhängenden, nicht-fragmentierten Dateien. Bei stark fragmentierten Daten scheitert sie jedoch komplett, da sie keine Möglichkeit hat, die logischen Zusammenhänge zwischen einzelnen, räumlich getrennten Fragmenten zu erkennen. Auch fortgeschrittene statistische Verfahren wie Support Vector Machines (SVM) und Random Forest-Modelle können zwar Fragmente klassifizieren, sie aber nicht zuverlässig in der korrekten Reihenfolge zusammenfügen.
Der KI-gestützte Wiederherstellungsprozess
Phase 1: Fragmenterkennung und Sektor-Analyse
Der erste Schritt beginnt mit einem vollständigen Sektor-für-Sektor-Scan des Speichermediums, bei dem alle vorhandenen Datenblöcke identifiziert und kategorisiert werden. Die KI analysiert dabei verschiedene Merkmale, zum Beispiel:
- Byte-Häufigkeitsverteilungen, die für bestimmte Dateitypen typisch sind
- Entropiewerte als Maß für Zufälligkeit (z. B. bei verschlüsselten oder komprimierten Daten)
- Strukturelle Marker und wiederkehrende Sequenzen
- Dateitypspezifische Signaturen und Metadaten-Fragmente
Diese Analyse ermöglicht eine erste Zuordnung von Fragmenten zu wahrscheinlichen Dateitypen.
Phase 2: KI-basierte Fragmentanalyse und Rekonstruktion
Machine-Learning-Modelle, die auf umfangreichen Dateistrukturen trainiert wurden, können fragmentierte oder teilweise beschädigte Dateien rekonstruieren, indem sie die erwarteten Strukturen und Metadaten-Muster erkennen. Im Gegensatz zu rein regelbasierten Systemen analysiert die KI den tatsächlichen Inhalt der Fragmente:
- Bei Bildern: Pixelmuster, Farbverläufe, Kompressionsartefakte, EXIF-Strukturen
- Bei Datenbanken: Tabellenaufbau, Relationen, Indexinformationen, typische Feldstrukturen
- Bei Dokumenten: Textformatierungen, Absatzstrukturen, eingebettete Objekte, Schriftarten-Tabellen
- Bei Videos: Frame-Sequenzen, Codec-spezifische Muster, Audio/Video-Synchronität
Die KI bewertet für jedes Fragment die Wahrscheinlichkeit, dass es zu bestimmten anderen Fragmenten gehört und in welcher Reihenfolge die Zusammensetzung erfolgen muss. Durch iterative Optimierung werden komplette Dateien rekonstruiert, selbst wenn Teile fehlen oder beschädigt sind.
Training der lokalen KI-Modelle
Trainingsmethode 1: Allgemeines Training auf Dateistrukturen
Das erste Trainingsverfahren nutzt umfangreiche Datensätze verschiedenster Dateitypen, um ein universelles Modell zu erstellen. Dabei werden Millionen Beispieldateien (z. B. PDFs, Office-Dokumente, Bilder, Datenbanken, Archive, Videos) in ihre Bestandteile zerlegt. Das Modell lernt dabei:
- Die charakteristischen Strukturen und internen Aufbauten verschiedener Dateiformate
- Wie Fragmente eines bestimmten Dateityps typischerweise aussehen
- Welche Muster auf Zusammengehörigkeit von Fragmenten hindeuten
- Wie beschädigte oder unvollständige Strukturen plausibel vervollständigt werden können
Dieser Ansatz erfordert sehr leistungsstarke Hardware (z. B. Multi-GPU-Server) und eine lange Trainingszeit. Der Vorteil liegt in der universellen Einsetzbarkeit: Das Modell kann mit einer großen Bandbreite an Dateitypen arbeiten, auch mit Formaten, die es vorher nie exakt in dieser Kombination gesehen hat.
Trainingsmethode 2: Spezifisches Fine-Tuning auf vorhandenen Daten
Die zweite Methode nutzt Transfer Learning und trainiert ein bereits vortrainiertes Basismodell zusätzlich auf den vorhandenen, nicht beschädigten Daten der betroffenen Festplatte oder auf Beispieldaten des Kunden. Wenn beispielsweise eine Festplatte mit 500 GB Daten teilweise beschädigt ist und 300 GB noch intakt gelesen werden können, wird das Modell auf diese 300 GB spezialisiert.
Diese Fine-Tuning-Strategie ist deutlich weniger zeitintensiv und benötigt wesentlich weniger Hardware-Ressourcen. Das Training kann oft innerhalb weniger Stunden auf einer leistungsfähigen Workstation durchgeführt werden und liefert für den konkreten Fall besonders gute Ergebnisse, da das Modell auf die realen Datenstrukturen, Dateitypen und Projekte des Kunden optimiert wird.
Unterschiede zwischen den beiden Trainingsoptionen
- Allgemeines Training: Hoher einmaliger Aufwand, lange Trainingszeit, sehr hohe Hardware-Anforderungen, dafür ein universelles Modell für viele unterschiedliche Fälle.
- Spezifisches Fine-Tuning: Deutlich weniger zeitintensiv, benötigt weniger Hardware, und liefert für den einzelnen Fall oft bessere, kundenspezifische Resultate.
In der Praxis ist eine Kombination beider Ansätze ideal: Ein starkes Basismodell wird bei Bedarf mit den konkreten Kundendaten nachtrainiert.
Hardware-Anforderungen
Für allgemeines Training (universelle Modelle)
Für das breite, allgemeine Training sind typischerweise High-End-Server nötig, zum Beispiel:
- Mehrere GPUs mit großem Grafikspeicher (z. B. professionelle NVIDIA-GPUs)
- Große RAM-Ausstattung des Systems
- Schnelle NVMe-SSDs für Trainingsdaten und Modell-Checkpoints
- Starke Mehrkern-CPUs und leistungsfähige Kühlung
Für spezifisches Fine-Tuning
Für das kundenspezifische Fine-Tuning genügen meist deutlich günstigere Workstations:
- Eine oder zwei leistungsfähige Consumer- oder Workstation-GPUs
- Ausreichend RAM für die Datenmengen im jeweiligen Projekt
- Schneller SSD-Speicher für Image-Dateien und Modelle
Geeignete lokale KI-Modelle und Programmiersprachen
Für Fragment-Klassifizierung und Rekonstruktion kommen verschiedene Modelltypen zum Einsatz, zum Beispiel:
- ResNet-ähnliche Architekturen: Eignen sich sehr gut als Feature-Extractor für komplexe Muster in Fragmentdaten.
- CNN-basierte Custom-Modelle: Speziell entwickelte Convolutional Neural Networks, angepasst auf binäre Datenstrukturen.
- Transformer-Modelle (BERT-Varianten): Besonders geeignet für textbasierte und strukturierte Formate, um Zusammenhänge im Inhalt zu erkennen.
- Ensemble-Ansätze: Kombination aus Deep-Learning-Modellen und klassischen Klassifikatoren (z. B. Random Forest) für robuste Entscheidungen.
Die Implementierung erfolgt in der Regel in Python, meist mit Frameworks wie PyTorch oder TensorFlow. Für Performance-kritische Teile können C++-Module eingebunden werden, um besonders rechenintensive Schritte zu beschleunigen.
Datensicherheit: Nur lokale Lösungen, keine Cloud
In der aktuellen Entwicklungsphase setzen wir bei HDDLAB bewusst ausschließlich auf lokale KI-Modelle und lokales Training. Cloud-basierte KI-Lösungen kommen nicht zum Einsatz.
Warum keine Cloud-Lösungen?
- Bei der Datenrettung liegen häufig hochsensible Unternehmens- und Privatdaten vor (z. B. personenbezogene Daten, Finanzdaten, Geschäftsgeheimnisse).
- Eine Übertragung dieser Rohdaten in externe Cloud-Umgebungen ist aus Datenschutz- und Compliance-Sicht (DSGVO, NDAs, interne Richtlinien) in der Regel nicht akzeptabel.
- In der Cloud fehlt die vollständige Kontrolle über Serverstandorte, Zugriffsebenen und Protokollierung.
Für forensisch saubere und rechtssichere Datenrettungsprozesse ist jedoch eine vollständig kontrollierte, lokale Umgebung entscheidend.
Unsere lokale KI-Pipeline
- Training nur lokal: Alle KI-Modelle werden auf eigener Hardware im Haus trainiert. Trainingsdaten bleiben stets in einer kontrollierten Umgebung.
- Analyse nur lokal: Auch die Inferenz (Analyse der Festplatten-Images, Fragmente und Rekonstruktionen) erfolgt ausschließlich auf lokalen Systemen.
- Forensische Nachvollziehbarkeit: Alle Schritte lassen sich dokumentieren, reproduzieren und bei Bedarf forensisch auswerten.
Vorteile und Nachteile der KI-Methode
Vorteile
- Deutlich höhere Erfolgsquoten bei stark fragmentierten oder schwer beschädigten Daten.
- Möglichkeit zur Rekonstruktion auch ohne intakte Dateisystem-Strukturen.
- Lernfähige Systeme, die sich mit jedem Fall weiter verbessern.
- Individuelles Fine-Tuning auf konkrete Kundendaten für maximale Trefferquote.
Nachteile
- Hohe Anfangsinvestitionen in Hardware und Entwicklung.
- Erhöhter Energieverbrauch und laufende Betriebskosten.
- Notwendigkeit von spezialisiertem Know-how im Bereich KI und Datenrettung.
- Nicht-deterministische Ergebnisse, da KI-Modelle probabilistisch arbeiten.
Kostenfaktor
Die Kosten für KI-gestützte Datenrettung setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen:
- Investitionen in Hardware (Workstations, Server, GPUs).
- Entwicklung und laufende Optimierung der Modelle.
- Strom-, Wartungs- und Administrationskosten.
Für Kunden bedeutet dies, dass KI-gestützte Verfahren vor allem als Premium-Lösung für besonders schwierige Fälle zum Einsatz kommen. Gerade in Situationen, in denen klassische Methoden versagen oder nur unzureichende Ergebnisse liefern, können KI-basierte Rekonstruktionsverfahren jedoch den entscheidenden Unterschied machen.
Durch die Kombination aus tiefem Fachwissen in der Datenrettung und modernster KI-Technologie bietet HDDLAB eine neue Generation von Wiederherstellungslösungen – sicher, lokal und auf maximale Erfolgsquote ausgelegt.
Festplatten Diagnose innerhalb von 24 Stunden nach dem Eingang vom Datenträger. Datenrettung innerhalb 2-3 Werktagen bei Logischer Schaden für 300-500 EUR. Alle Preise inkl. MwSt und exkl. ggfs. anfallender Versandgebühren und Ersatzteilkosten.